Max Mannheimer

Max Mannheimer - Elementarfragen Nicolas Semak
 
Max Mannheimer ist heute 95 Jahre alt. Im Alter von 23 Jahren wurden er und seine gesamte Familie von Deutschen zuerst in das Ghetto Theresienstadt und kurz darauf in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur sein Bruder Edgar und Mannheimer selbst überlebten den Holocaust. Seit vielen Jahren berichtet und schreibt er über seine Erlebnisse.

Ich besuchte Max Mannheimer bereits im Jahr 2013 in München. Seither habe ich versucht, eine angemessene Form für die Veröffentlichung zu finden. Während des Interviews lernte ich, dass meine Art zu fragen oft nicht zu der Form passte, in der sich ein Mensch an derart weit zurückliegende Ereignisse erinnert. Die Vorstellung, dass ein direktes Gespräch mit einem Überlebenden zu einem besseren, konkreteren Nachempfinden der Erlebnisse führen könne, empfinde ich im Nachhinein als sehr naiv. Das von Mannheimer Beschriebene blieb auch nach dem Interview unwirklich und unvorstellbar. Am Ende steht die Sprachlosigkeit. Aufgrund dieser Eindrücke habe ich beschlossen, die Erzählung ohne Unterbrechungen für sich stehen zu lassen.

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Kiezrekorder, Radiobüro, Formate

Seit langer Zeit habe ich in Sachen Audio nichts mehr ins Netz gestellt. Das soll sich ab sofort ändern. Im Folgenden also ein paar Neuigkeiten aus meinem vertonten Leben.

Vor zwei Wochen startete der Kiezrekorder, mein neuer Podcast, den ich zusammen mit Christoph Michael produziere. Wir treffen Menschen und versuchen sie in kurzen Bild- und Tonstücken zu portraitieren. Christoph macht die Bilder, ich kümmere mich um den Ton. Auf der Webseite kann man die Videoslideshows ansehen und die Audiostücke anhören bzw. den Podcast abonnieren. Das Format stellt uns vor die schwierige Aufgabe, den Anforderungen der jeweiligen Medien gerecht werden zu müssen und wir merken, dass es noch viel zu lernen gibt.

Radiobüro

Seit zwei Jahren bin ich nun Mitglied des Radiobueros. Diese freundschaftliche Arbeitsgemeinschaft aus Radiojournalist_innen und Podcaster_innen ist ist mein auditives Zuhause geworden. Seit einigen Monaten sind wir in schöne neue Räume am Kreuzberger Moritzplatz umgezogen und konnten uns dort unter anderem ein professionelles, geräumiges Studio einrichten.
Die Bündelung der verschiedenen Erfahrungen aller Mitglieder inspiriert ungemein und in Zukunft werden unter dem Label “Radiobüro” neue Experimente und Produktionen für das Netz entstehen. Erste Beispiele hierfür sind der Systemfehler meines Kollegen Christian Grasse und auch der bereits erwähnte Kiezrekorder. Des Weiteren möchte ich demnächst sowohl die Interviewreihen “Elementarfragen” und “Ihr erzählt” weiterführen, deren Episoden ihr dann an dieser Stelle oder über den den mit dieser Seite verbundenen Podcastfeed beziehen könnt.

Wired Nicolas Semak

Die Mitglieder des Radiobüros schreiben seit Anfang 2015 im wöchentlichen Autorenwechsel eine Kolumne mit dem Titel Binaural Bits für die Wired Germany. Mein erster Beitrag, der sich mit der Formatvielfalt deutschsprachiger Podcastproduktionen auseinandersetzte, führte zu einigen Diskussionen in Teilen der Szene. Ich habe hierzu auf dem Blog des Radiobüros noch einen weiteren, erklärenden Text geschrieben sowie ein Interview auf dem letzten Podlove Podcaster Workshop gegeben. Christian hielt an dieser Stelle auch eine sehr inspirierende Session mit dem Titel Der Klang der Worte.

Ihr erzählt

Nicole erzählt von ihrer Festnahme im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm im Jahr 2007. Mehr dazu gibt es auch in ihrem Blog.

Marcus berichtet von seinen Eindrücken während eines von ihm erlebten Autounfalls, in welchem er als Nothelfender einige für ihn sehr nachdrückliche Erfahrungen sammelte.

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Auf der Straße

Überall in Berlin begegnet man ihnen. Menschen die uns ihren Pappbecher entgegenhalten. Für etwas Kleingeld. Thomas K. treffe ich täglich vor meinem Supermarkt und ich wollte gerne etwas über ihn wissen. Mit einem ängstlichen Gefühl bin ich losgegangen und habe ihn gefragt, ob er mir ein paar Fragen beantwortet. Ich wusste nicht, ob es die richtigen Fragen sind und ich weiß es immer noch nicht.

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Sebastian Pflugbeil (Teil II)


 
Anlässlich der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan vom März 2011 und der dadurch verursachten Havarie des Atomkraftwerks Fukushima erscheint eine weitere Folge mit dem Physiker Dr. Sebastian Pflugbeil. Er berichtet in dieser Folge von seinen Erkenntnissen bezüglich der Entwicklungen der nuklearen Katastrophe bis zum Zeitpunkt der Aufnahme. Dr. Pflugbeil war als Bürgerrechtler, als Mitglied des sogenannten Runden Tisches und als Mitbegründer des Neuen Forums in der DDR eine der wesentlichen Schlüsselfiguren im Prozess der Wiedervereinigung der BRD. 1990 war er Minister ohne festen Geschäftsbereich in der letzten DDR-Regierung unter Hans Modrow und ist einer der wenigen Menschen, die den Sarkophag um den explodierten Reaktorblock von Tschernobyl von innen inspiziert haben.

Pflugbeil lebt in Berlin und ist heute Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. (GFS) und Vorsitzender des Vereins Kinder von Tschernobyl.

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Rainer Langhans


 
Rainer Langhans ist Autor, Filmemacher und vor allem bekannt durch seine Mitgliedschaft in der Kommune I zur Zeit der Studentenbewegung Ende der 60er Jahre. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Kommune entwickelte Langhans ein radikales Gegenmodell zum Lebenskonzept innerhalb bürgerlicher Kleinfamilien.

Beabsichtigt war, die Ablehnung einer durch Materialismus und Besitz geprägten Gesellschaft auszudrücken beziehungsweise dieser durch ein selbst erschaffenes Lebensumfeld zu entfliehen.

Langhans erzählt im Interview von seinen Eindrücken, seinen Begegnungen und Auseinandersetzungen mit anderen historischen Figuren aus dieser Zeit (u.a. Rudi Dutschke, Mitgliedern der Roten Armee Fraktion) und reflektiert sein Leben sowie die gesellschaftlich-politischen Entwicklungen, die durch die damaligen Ereignisse angestoßen wurden. Außerdem berichtet er von seiner Teilnahme in der RTL-Sendung “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!” und seinem heutigen Interesse für die sogenannte “digitale Generation”.

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Harald Lesch


 
Harald Lesch ist Professor für Astrophysik und Naturphilosophie in München und bekannt durch seine zahlreichen Fernsehauftritte in denen er astronomische und philosophische Themen diskutiert und veranschaulicht. In dieser Folge erzählt er von der Forschung zu erdähnlichen Planeten und der Vorstellung über ausserirdisches Leben.
Harald Lesch wurde bekannt durch seine Moderation der TV-Sendung Alpha Centauri im Rahmen der BR Space Night, der weitere Formate folgten (Lesch & Co, Alpha bis Omega, Leschzug bis zur ZDF-Sendung Abenteuer Forschung). Der Astronom mit den Spezialgebieten der kosmischen Plasmaphysik, Schwarzen Löcher und Neutronensterne spricht in dieser Folge außerdem von den folgenden Themen.

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Sebastian Pflugbeil


 
Der Physiker Dr. Sebastian Pflugbeil berichtet in dieser Folge der Elementarfragen, als einer der wenigen Menschen, die den Sarkophag um den explodierten Reaktorblock von Tschernobyl von innen inspiziert haben, von seinen Erkenntnissen bezüglich des schweren Unfalls, der sich am 26. April 1986 in dem ukrainischen Kernkraftwerk ereignete. Dr. Pflugbeil war als Bürgerrechtler, Mitglied des sogenannten Runden Tisches und Mitbegründer des Neuen Forums in der DDR eine der wesentlichen Schlüsselfiguren im Prozess der Wiedervereinigung der BRD. 1990 war er Minister in der letzten DDR-Regierung unter Hans Modrow.

Pflugbeil lebt in Berlin und ist heute Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. (GFS) und Vorsitzender des Vereins Kinder von Tschernobyl.

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Dominik Wagner & Martin Pittenauer

Martin Pittenauer und Dominik Wagner entwickeln unter ihrem Firmennamen The Coding Monkeys Software für Mac OS X und iOS. Besonders bekannt durch die sehr erfolgreiche Umsetzung des Brettspielklassikers Carcassonne für iPhone und iPad, kennt man sie außerdem durch ihren beliebten Podcast Fanbóys.
Sie erzählen von ihren ersten Erfahrungen und Gehversuchen mit Computertechnik, von ihrem Studium, vom Weg in die Selbstständigkeit und erklären unter anderem, welche Aspekte aus dem Bereich der Softwareentwicklung ihnen besonders am Herzen liegen.

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